Die Revision im Strafrecht ist ein bedeutendes Rechtsmittel, mit dem Sie gerichtliche Urteile durch ein höheres Gericht auf Rechtsfehler prüfen lassen können. Im Gegensatz zur Berufung geht es hier nicht um eine neue Tatsachenbewertung, sondern ausschließlich um die rechtliche Richtigkeit des Urteils. Deshalb ist eine fundierte Prüfung durch einen erfahrenen Strafverteidiger unerlässlich.

Was bedeutet Revision im Strafverfahren genau?

Die Revision dient dazu, ein Urteil daraufhin zu überprüfen, ob das Gericht die Gesetze korrekt angewendet hat. Dabei wird das Urteil nicht inhaltlich hinterfragt – es geht rein um rechtliche Aspekte. Zuständig ist entweder das Oberlandesgericht oder der Bundesgerichtshof, abhängig von der Instanz. Weil das Revisionsgericht keine Beweise neu bewertet, kommt es auf eine überzeugende rechtliche Argumentation an.

Wann ist eine Revision im Strafrecht möglich?

Damit Sie Revision einlegen können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Das Urteil stammt vom Amts- oder Landgericht.
  • Die Revision muss binnen einer Woche nach Verkündung eingelegt werden.
  • Innerhalb eines Monats ist eine schriftliche Begründung nötig.
  • Die Begründung muss konkrete Rechtsfehler enthalten – rein sachliche Kritik reicht nicht aus.

Der Ablauf eines Revisionsverfahrens

Das Verfahren beginnt mit der Einlegung der Revision. Danach folgt die Begründung. In dieser Phase analysieren wir das Urteil und formulieren die rechtlichen Beanstandungen. Das Revisionsgericht prüft dann ausschließlich, ob das Urteil rechtsfehlerfrei ergangen ist. Stellt es einen Fehler fest, hebt es das Urteil auf und verweist den Fall zurück oder entscheidet selbst neu. Deshalb ist eine präzise und überzeugende Revisionsschrift entscheidend.

Typische Fehler, die eine Revision rechtfertigen können

Eine Revision bietet sich an, wenn z. B.:

  • Verfahrensrechte verletzt wurden (z. B. unzulässige Vernehmung ohne Anwalt)
  • Beweise falsch verwertet wurden (z. B. aus rechtswidrigen Durchsuchungen)
  • Das Gericht Strafnormen falsch angewendet hat

Warum anwaltliche Hilfe entscheidend ist

Die Revision ist kein einfaches Rechtsmittel. Denn sie setzt detaillierte Kenntnisse der Strafprozessordnung und der aktuellen Rechtsprechung voraus. Als erfahrene Strafverteidiger prüfen wir sorgfältig, ob eine Revision Aussicht auf Erfolg hat. Außerdem formulieren wir die Begründung rechtlich stichhaltig und vertreten Sie vor dem Revisionsgericht. So erhöhen wir Ihre Chancen auf ein faires Urteil erheblich.

Fazit: Revision im Strafrecht – Ihre Chance zur Korrektur

Ein fehlerhaftes Urteil muss nicht das letzte Wort sein. Die Revision kann die Tür für ein neues Verfahren öffnen – aber nur, wenn sie professionell vorbereitet wird. Vertrauen Sie auf unsere Erfahrung im Revisionsrecht. Wir stehen an Ihrer Seite, kämpfen für Ihre Rechte und begleiten Sie durch alle Verfahrensschritte.

Vereinbaren Sie jetzt eine unverbindliche Erstberatung zur Revision im Strafrecht.

Cannabis Gesetz Deutschland 2024 – Alles, was jetzt gilt

Ab dem 1. April 2024 ist das Cannabis Gesetz Deutschland 2024 in Kraft. Die kontrollierte Freigabe von Cannabis bringt zahlreiche Neuerungen. Was erlaubt ist, was verboten bleibt und welche rechtlichen Folgen sich ergeben, zeigt dieser Überblick.

Was erlaubt das Cannabis Gesetz Deutschland 2024 konkret?

  • Besitz: Erwachsene dürfen bis zu 25 g Cannabis mitführen.
  • Lagerung: Bis zu 50 g in der eigenen Wohnung sind gestattet.
  • Anbau: Drei lebende Cannabispflanzen pro Person sind erlaubt.
  • Konsumzeiten: Öffentlicher Konsum nur von 20:00 bis 7:00 Uhr.
  • Konsumverbote: Kein Konsum in der Nähe von Schulen oder Minderjährigen.

Öffentlicher Konsum nach dem Cannabis Gesetz Deutschland 2024

Auch wenn der Besitz legalisiert ist, bleibt der Konsum tagsüber verboten. Zwischen 7:00 und 20:00 Uhr darf nicht öffentlich konsumiert werden. Verstöße können weiterhin Sanktionen zur Folge haben. Deshalb ist Vorsicht geboten, insbesondere in Innenstädten oder Parks.

Jugendschutz steht im Mittelpunkt

Ein zentrales Ziel des Cannabis Gesetzes Deutschland 2024 ist der Schutz Minderjähriger. Wer unter 18 beim Konsum erwischt wird, muss an staatlich organisierten Präventionsprogrammen teilnehmen. Diese Maßnahme soll langfristige Schäden verhindern. Die Regierung plant zudem eine Überprüfung der Regelungen nach 18 Monaten.

Was passiert mit alten Urteilen?

  • Alle laufenden Verfahren wegen Besitz oder Anbau werden eingestellt.
  • Frühere Verurteilungen bis 25 g oder drei Pflanzen können auf Antrag gelöscht werden.
  • Nicht vollstreckte Strafen entfallen ersatzlos.

Weitere Informationen dazu bietet die Website der Bundesregierung.

Fahren unter Cannabis – klare Regeln für den Straßenverkehr

Bis ein verbindlicher THC-Grenzwert vorliegt, gilt: Fahren unter Einfluss von Cannabis bleibt verboten. Wer gegen die Regeln verstößt, muss mit empfindlichen Bußgeldern und Fahrverboten rechnen.

  • Mindestens 500 € Bußgeld
  • 1–3 Monate Fahrverbot
  • 2 Punkte in Flensburg

Was ist Cannabis – Wirkung und Nebenwirkungen

Die Hauptwirkung geht vom Wirkstoff THC aus. Er beeinflusst das zentrale Nervensystem, verändert Sinneswahrnehmung und Stimmung. Besonders bei jungen Menschen kann der Konsum langfristige Folgen haben.

  • Entspannung und Euphorie
  • Verzerrte Zeitwahrnehmung
  • Schwächung des Kurzzeitgedächtnisses
  • Mögliche Angstzustände

Risiken bei Jugendlichen – eine kritische Phase

Das Gehirn entwickelt sich bis zum Alter von etwa 25 Jahren. Früher Cannabiskonsum kann diese Entwicklung beeinträchtigen. Darum sind Prävention und Aufklärung zentrale Elemente der Gesetzesnovelle.

Fazit zum Cannabis Gesetz Deutschland 2024

Das neue Gesetz bringt mehr Freiheit – aber auch Verantwortung. Wer die Regelungen kennt, vermeidet unnötige Strafen. Für Menschen mit früheren Verurteilungen eröffnet sich jetzt die Chance auf Löschung und Rehabilitation.

Interne Ressource

Mehr zur Drogenpolitik und rechtlichen Reformen lesen Sie auch in unserem Artikel über die Reform des Betäubungsmittelgesetzes.

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Cannabis Gesetz Deutschland 2024 Übersicht

Die Künstliche Intelligenz verändert auch die Anwaltsarbeit grundlegend. Neue Technologien helfen dabei, Prozesse zu beschleunigen, Kosten zu senken und die Qualität der Mandatsbetreuung zu verbessern. In diesem Beitrag finden Sie 10 praxisnahe Tipps, wie Sie KI sinnvoll in Ihrer Kanzlei einsetzen können.

1. Automatisierung der Dokumentenanalyse mit KI

Dank intelligenter Tools lassen sich juristische Dokumente wie Verträge oder Verordnungen in Sekundenschnelle analysieren. Dadurch sparen Rechtsanwälte nicht nur Zeit, sondern entdecken auch fehlerhafte Klauseln oder widersprüchliche Formulierungen frühzeitig.

2. Künstliche Intelligenz prognostiziert Rechtsfälle

Durch Machine-Learning können Anwälte potenzielle Konflikte frühzeitig erkennen. Künstliche Intelligenz in der Anwaltsarbeit hilft, strategische Entscheidungen zu fundieren und Risiken zu minimieren.

3. Mandantenservice durch Chatbots verbessern

Automatisierte Chatbots beantworten häufig gestellte Fragen, buchen Termine und geben erste Hinweise – rund um die Uhr. So bleibt mehr Zeit für die individuelle Mandatsarbeit.

4. Effizientere Due-Diligence-Prüfung durch KI

Statt sich durch hunderte Seiten zu kämpfen, übernehmen KI-Systeme die Vorarbeit. Relevante Inhalte werden extrahiert, Risiken bewertet – automatisch und zuverlässig.

5. Schnelle Rechtsrecherche mit KI-gestützten Tools

Intelligente Datenbanken finden passende Urteile und Gesetze blitzschnell. Das spart nicht nur Recherchezeit, sondern erhöht auch die Trefferquote bei juristischen Quellen.

6. Künstliche Intelligenz optimiert das Vertragsmanagement

KI erkennt Fristen, überwacht Änderungen und protokolliert Abweichungen. So behalten Kanzleien stets den Überblick und minimieren rechtliche Risiken.

7. Fallausgänge mit Predictive Analytics vorhersagen

Durch Analyse vergleichbarer Fälle und Urteile lassen sich Wahrscheinlichkeiten für den eigenen Mandatsverlauf berechnen – eine unschätzbare Hilfe für die Strategieplanung.

8. Automatische Erstellung juristischer Dokumente

KI-Textgeneratoren helfen bei der Erstellung von Schriftsätzen, Verträgen und Mustervorlagen. Die Ergebnisse lassen sich leicht individualisieren und sparen wertvolle Ressourcen.

9. Compliance-Überwachung in Echtzeit

Verstöße gegen interne oder externe Richtlinien werden dank KI-Systemen sofort erkannt. Dies erhöht nicht nur die Compliance-Sicherheit, sondern auch das Vertrauen der Mandanten.

10. Kontinuierliche Weiterbildung und KI-Anpassung

Bleiben Sie auf dem aktuellen Stand der Technologie. Nur wer KI regelmäßig evaluiert und anpasst, kann die Vorteile dauerhaft nutzen.

Fazit: KI in der Anwaltsarbeit richtig nutzen

Die Integration von KI in die Anwaltsarbeit bringt enorme Potenziale – von Effizienzsteigerung bis zur besseren Mandantenkommunikation. Doch eines bleibt klar: Die menschliche Expertise ist unersetzlich. KI ist ein Werkzeug – und kein Ersatz.

Interner Link-Tipp

Lesen Sie auch unseren Beitrag zur Legal Tech Strategie für Kanzleien, um Ihre Digitalisierung ganzheitlich anzugehen.

Externer Expertenlink

Mehr zur KI-Entwicklung im Rechtswesen finden Sie auf bmj.de – Bundesministerium der Justiz.

Visualisierung: KI in der Kanzlei

Künstliche Intelligenz Anwaltsarbeit Kanzlei

Fachanwältin für Strafrecht Ariana Taher ist Strafverteidigerin aus Leidenschaft. Seit ihrer Kanzleigründung wurden über 5.000 Mandate bearbeitet – viele davon mit beachtlichem Erfolg. Die Kanzlei ist regelmäßig Gegenstand medialer Berichterstattung und gilt als zuverlässiger Partner in allen strafrechtlichen Belangen.

Bekannt ist die Kanzlei für ihre ganzheitliche, fächerübergreifende und fundierte Strafverteidigung. Mandanten profitieren von einer sorgfältigen rechtlichen Begleitung und maximalem Engagement – egal, ob im Ermittlungsverfahren oder in der Hauptverhandlung.

Was zeichnet einen guten Strafverteidiger aus?

Eine exzellente Strafverteidigung ist niemals Zufall. Sie basiert auf Erfahrung, Spezialisierung und persönlichem Einsatz. Nachfolgend erfahren Sie, welche Eigenschaften einen guten Strafverteidiger ausmachen.

Fachliche Kompetenz

Ein guter Strafverteidiger sollte juristisch auf höchstem Niveau arbeiten. Dies zeigt sich beispielsweise durch:

  • ein Prädikatsexamen im ersten oder zweiten Staatsexamen
  • den Titel „Fachanwalt für Strafrecht“
  • wissenschaftliche Veröffentlichungen in Fachzeitschriften
  • eine Dozententätigkeit oder einen Doktortitel im Strafrecht

Spezialisierung im Strafrecht

Der Strafverteidiger sollte konsequent auf Strafrecht spezialisiert sein. Nur wer sich voll und ganz diesem komplexen Rechtsgebiet widmet, kann seine Mandanten optimal beraten und verteidigen.

Persönlichkeit und Auftreten

Ein guter Strafverteidiger benötigt mehr als nur Fachwissen. Wichtig sind außerdem:

  • Verhandlungsgeschick und rhetorische Stärke
  • Kampfgeist und Standfestigkeit
  • Einfühlungsvermögen und psychologisches Gespür
  • selbstbewusstes, aber respektvolles Auftreten

Außerdem sollte er seinen Beruf mit echter Leidenschaft und Überzeugung ausüben – denn das spüren auch die Mandanten.

Motivation und Engagement

Strafverteidigung erfordert höchste Motivation. Ein guter Strafverteidiger nimmt jeden Fall ernst – unabhängig von dessen Größe oder Medienpräsenz. Er kämpft für Ihre Rechte, recherchiert sorgfältig und bleibt auch bei Gegenwind standhaft.

Was tun, wenn Sie einer Straftat verdächtigt werden?

Zögern Sie nicht: Suchen Sie frühzeitig anwaltliche Beratung. Nur ein erfahrener Strafverteidiger kann nach Einsicht in die Ermittlungsakte sinnvoll agieren – zum Beispiel durch ein Anschreiben an die Staatsanwaltschaft mit dem Ziel der Verfahrenseinstellung.

In der Regel ist es nicht empfehlenswert, sich selbst gegenüber Polizei oder Staatsanwaltschaft zu äußern – zumindest nicht ohne juristische Begleitung. Nutzen Sie Ihr Schweigen als Schutzrecht und holen Sie sich kompetente Hilfe.

Ablauf eines Strafverfahrens – die Stationen im Überblick

Wenn Sie Beschuldigter sind, ist es hilfreich, den typischen Ablauf eines Strafverfahrens zu kennen:

  • Ermittlungsverfahren: Beweiserhebung durch Polizei und Staatsanwaltschaft
  • Zwischenverfahren: Prüfung der Anklage durch das Gericht
  • Hauptverfahren: Die eigentliche Gerichtsverhandlung
  • Berufung/Revision: Überprüfung durch nächsthöhere Instanz

Ausführliche Informationen hierzu finden Sie auf unserer Seite über den Ablauf eines Strafverfahrens.

Fazit: So erkennen Sie einen guten Strafverteidiger

Ein guter Strafverteidiger überzeugt durch juristisches Know-how, klare Spezialisierung, eine starke Persönlichkeit und ein hohes Maß an Motivation. Fachanwältin Ariana Taher vereint diese Merkmale – und steht Ihnen mit Kompetenz und Engagement zur Seite.

Externer Link zum Thema Anwaltsqualität

Mehr zur Auswahl des richtigen Anwalts finden Sie unter anwaltverein.de – Was macht einen guten Anwalt aus?.

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Guter Strafverteidiger Kanzlei Ariana Taher

Der Ablauf eines Strafverfahrens ist für Betroffene oft schwer durchschaubar. Umso wichtiger ist es, die einzelnen Schritte zu kennen. Dieser Beitrag zeigt Ihnen die wichtigsten Phasen – von der ersten Vorladung bis zur möglichen Revision. Wer frühzeitig handelt, kann gravierende Fehler vermeiden.

Phasen im Ablauf eines Strafverfahrens

  • Ermittlungsverfahren
  • Zwischenverfahren
  • Hauptverfahren
  • Berufung und Revision
  • Strafvollstreckungsverfahren

Das Ermittlungsverfahren – der erste Schritt

Das Strafverfahren beginnt mit dem Ermittlungsverfahren. Meist erfährt die Polizei durch eine Anzeige vom Verdacht einer Straftat. Ein sogenannter Anfangsverdacht nach § 152 II StPO liegt vor.

Wichtig: Die Polizei und Staatsanwaltschaft müssen auch entlastende Hinweise prüfen (§ 160 II StPO). In der Praxis zeigt sich jedoch oft ein einseitiges Vorgehen zugunsten belastender Indizien. Deshalb ist anwaltliche Unterstützung bereits in diesem Stadium entscheidend.

Als Beschuldigter erhalten Sie eine polizeiliche Vorladung. Folgen Sie dieser niemals ohne anwaltlichen Beistand. Ein unbedachtes Gespräch kann Ihre Situation erheblich verschlechtern!

Ein erfahrener Strafverteidiger beantragt Akteneinsicht und entwickelt auf dieser Basis eine Verteidigungsstrategie. Ziel ist es oft, eine Anklage oder gar eine Hauptverhandlung zu vermeiden.

Zwischenverfahren: Der Moment der Entscheidung

Reicht die Beweislage aus, erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage – und das Zwischenverfahren beginnt. Das Gericht prüft nun, ob ein hinreichender Tatverdacht besteht und ob es zur Hauptverhandlung kommt (§ 203 StPO).

Ihr Verteidiger kann jetzt entscheidend eingreifen: Mit einem Antrag auf Nichteröffnung (§ 204 StPO) oder Einwänden gegen die Anklage lässt sich das Verfahren stoppen. Alternativ kann eine Einstellung beantragt werden.

Einstellung des Verfahrens – Ihre Chance

Eine Einstellung kann erfolgen, wenn:

  • kein hinreichender Tatverdacht besteht (§ 170 Abs. 2 StPO)
  • eine geringe Schuld vorliegt (§ 153 Abs. 1 StPO)
  • eine Einstellung gegen Auflage in Betracht kommt (§ 153a StPO)

Die Vorteile: Kein Eintrag im Führungszeugnis, keine Auflagen bei § 153, und auch bei § 153a kein Schuldeingeständnis notwendig. Voraussetzung ist lediglich, dass die Auflage erfüllt wird – z. B. eine Geldzahlung oder Sozialstunden.

Hauptverfahren: So läuft der Gerichtstermin ab

Wird das Hauptverfahren eröffnet, folgen eine oder mehrere Verhandlungstermine. Die Rollen von Staatsanwaltschaft, Gericht und Verteidigung sind klar definiert:

Typischer Ablauf einer Hauptverhandlung

  1. Aufruf der Sache
  2. Vernehmung zur Person
  3. Verlesung der Anklage
  4. Vernehmung zur Sache
  5. Beweisaufnahme (Zeugen, Gutachten etc.)
  6. Schlussvorträge von Staatsanwaltschaft und Verteidigung
  7. Letztes Wort des Angeklagten (§ 258 II StPO)
  8. Urteilsberatung und -verkündung

Ein guter Strafverteidiger kennt das Verfahren, bereitet Sie vor und agiert aktiv in der Hauptverhandlung. Ziel bleibt: Die bestmögliche Lösung für Sie zu erreichen.

Berufung im Strafrecht – neue Chance nutzen

Gegen ein Urteil des Amtsgerichts ist Berufung nach § 312 StPO möglich. Die Frist zur Einlegung beträgt eine Woche ab Urteilsverkündung.

Gründe für eine Berufung

  • Neue Beweise (z. B. nicht vernommene Zeugen)
  • Fehlinterpretation der Beweislage
  • Unangemessenes Strafmaß

Wichtig: Nach Einlegung der Berufung findet eine neue Hauptverhandlung am Landgericht statt. Achtung – wurde Berufung von der Staatsanwaltschaft eingelegt, kann sich das Urteil verschärfen (§ 331 Abs. 1 StPO)!

Revision: Nur noch Rechtsfragen zählen

Die Revision unterscheidet sich von der Berufung. Sie prüft nur noch rechtliche Fehler des Urteils – keine neuen Tatsachen. Eine sogenannte Sprungrevision ist direkt gegen Urteile des Amtsgerichts möglich, wenn klare Rechtsfehler vorliegen.

Fazit: Ablauf eines Strafverfahrens – mit Verteidigung besser durchstehen

Ein Strafverfahren ist komplex – aber mit der richtigen Verteidigung nicht unkontrollierbar. Je früher ein Strafverteidiger hinzugezogen wird, desto größer sind die Chancen, das Verfahren noch im Keim zu stoppen oder positiv zu beeinflussen.

Externer Link zum Strafverfahrensrecht

Mehr über Rechte im Strafverfahren erfahren Sie auf bmj.de – Bundesministerium der Justiz.

Interner Link zur Kanzlei

Weitere Informationen zur anwaltlichen Vertretung finden Sie auch auf unserer Seite Fachanwältin Ariana Taher.

In Hamburg gibt es zahlreiche Rechtsanwälte für das Strafrecht. Die Anwaltssuche können Sie z.B. über google oder über Anwaltssuchdienste vornehmen. Als Stichworte eignen sich: Fachanwalt für das Strafrecht, Strafverteidiger, Anwalt für Strafrecht Hamburg und Hamburg Strafrecht Anwalt.

In der Regel werden Sie anhand der Website entscheiden, ob es sich bei der Kanzlei um die für Sie richtige Kanzlei handelt. Wichtig ist, dass Sie zu ihrem Strafverteidiger ein gutes Vertrauensverhältnis haben. Ein persönliches Gespräch wird sie häufig eine Beratungsgebühr kosten. Kaum ein Strafverteidiger wird Ihnen ein kostenloses Erstberatungsgespräch anbieten. Manche Strafverteidiger haben aber Videos auf YouTube. Wenn Sie sich z.B. eine Kanzlei für Strafrecht in Hamburg ausgesucht haben, geben Sie den Namen der Kanzlei oder des Anwalts für Strafrecht bei google ein und klicken auf Videos. Wenn der Rechtsanwalt z.B. Rechtstipps für das Strafverfahren eingestellt hat, können Sie sich einen ersten Eindruck über den Auftritt des Strafverteidigers machen. Die Führung des Titels eines Fachanwalts beweist Ihnen besondere Sachkunde und die Abarbeitung einer bestimmten Anzahl von Fällen. In jedem Fall sollten Sie persönlich von Ihrem Strafverteidiger überzeugt sein, damit Sie ihm ihr Problem in die Hände geben können. 

Die Nebenklage bietet dem Opfer die Möglichkeit, sich dem Strafverfahren gegen den potentiellen Täter der Staatsanwaltschaft anzuschließen. Zu dem möglichen Personenkreis, die sich der Staatsanwaltschaft als Nebenkläger anschließen können, gehören auch die Angehörigen des Getöteten. Als Opfer steht einem unter bestimmten Voraussetzungen auch ein Schadenersatzanspruch zu. Wenn der Streitgegenstand noch nicht in einem anderen Prozess anhängig gemacht wurde, kann er im Strafprozess unmittelbar mit beansprucht werden. Im Adhäsionsverfahen können somit zivilrechtliche Ansprüche, die aus einer Straftat folgen, in einem Strafprozess mit geltend gemacht werden, anstatt diese in einem eigenen zivilgerichtlichen Verfahren geltend machen zu müssen.

Empfehlung Ihrer Strafverteidigerin:
Sprechen Sie mich als Opfer einer Straftat gerne an. Ich übernehme Ihr Mandat sehr gerne.

Die Kommunikation im Strafrecht ist für den Anwalt von wesentlicher Bedeutung. Das gilt nicht nur für den Strafverteidiger aus Hamburg, sondern natürlich bundesweit für alle Strafverteidiger. Jede Kanzlei im Strafrecht sollte sich einmal diesem Thema widmen.

Kommunikation spielt in fast jedem Lebensbereich eine wesentliche Rolle. Man nehme nur das Beispiel, der Ehemann sagt zu seiner Ehefrau auf dem Beifahrersitz: „Du, da vorne ist grün“. Das „vier Ohren Modell“ besagt, dass damit insgesamt vier Inhalte kommuniziert werden. Zu dem Sprechakt kommen dann noch non-verbale Elemente hinzu. Mimik, Gestik, Körperhaltung, Sprechgeschwindigkeit, Dialekt etc.

Einen ganz wesentlichen Faktor für die Kommunikation spielt zudem der Ort der Kommunikation. Institutionelle Kommunikation unterscheidet sich ganz wesentlich von der Alltagskommunikation und das sollte auch der Strafverteidiger berücksichtigen und wissen.

So ist die Gerichtsverhandlung im Strafrecht davon geprägt, dass es die Aufgabe des Richters ist, eine Entscheidung über den Angeklagten zu fällen. So ist auch sämtliche Kommunikation vor Gericht davon geprägt. Der Richter will in einer solchen institutionellen Kommunikation mit seiner klären Aufgabe nicht ernsthaft ein Gespräch mit den beteiligen führen, sondern er will Material für seine primäre Aufgabe sammeln: das Urteil im Strafverfahren.

Hinzukommt im Strafverfahren juristisches Vokabular, das der Angeklagte nicht versteht. So verwundet es nicht, dass der Angeklagte die Aussage des Gerichts: „der Angeklagte waren voll schuldfähig“ dem Strafverteidiger gegenüber kommentiert mit „das ist doch gut für mich, oder?!“

Vor Gericht herrscht eine ungeheure Fülle versteckter Kommunikation, die der Angeklagte Laie nicht nachvollziehen und nicht erfassen kann. 

Jede Kanzlei im Strafrecht und jeder Strafverteidiger aus Hamburg und andernorts sollte sich mit dem Problem der Kommunikation auseinandersetzen, um den Kampf gegen Fake Urteile, die auf eine ungleiche Kommunikation und feste Kommunikationsmuster beruhen, gewinnen zu können. 

Damit der Strafverteidiger vor Gericht gute Arbeit leisten kann, muss er die Fallstricke institutioneller Kommunikation kennen und sich damit auseinandersetzen.

Die Verteidigung bei Kapitalstrafsachen erfordert besondere Vorsicht, Sachkenntnis und Umsicht durch den Verteidiger. Zahlreiche Aspekte sind zu beachten. Kenntnis über den § 63 StGB,  „Unterbringung in ein psychiatrisches Krankenhaus“, Medienkompetenz sowie fundierte Kenntnisse im materiellen Strafrecht, insbesondere auch der Notwehr sind für den Verteidiger unerlässlich. 

Empfehlung des Anwalts für Strafrecht: § 63 StGB Unterbringung in ein psychiatrisches Krankenhaus

Wichtig ist es zu wissen, dass § 63 StGB zu einem längeren Freiheitsentzug führt als bei einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Die psychiatrischen Abteilungen der Landeskrankenhäuser sind zu Festungen umgewandelt worden, das oberste Gebot ist die Sicherheit der Öffentlichkeit. Lockerungen werden fast gar nicht oder nur in seltenen Ausnahmefällen erteilt. Zudem sind vorzeitige Entlassungen aus der Unterbringung seltener. Der § 21 StGB oder der § 20 StGB müssen positivfestgestellt werden. Es muss die „Erwartung“ gegeben sein, dass ein Grad der Wahrscheinlichkeit erreicht ist, bei dem mit einer Begehung einer Straftat zu rechnen ist, die bloße Möglichkeit der Begehung reicht nicht aus.  

Empfehlung des Anwalts für Strafrecht: § 67 b StGB

Bei der Anwendung des § 63 StGB ist immer auch der § 67 b StGB im Auge zu behalten. Danach ist die Vollstreckung der Unterbringung zur Bewährung auszusetzen, wenn besondere Umstände die Erwartung rechtfertigen, dass der Zweck der Maßregel auch dadurch erreicht wird. Die Aussetzung hat zu unterbleiben, wenn der Täter noch eine Freiheitsstrafe zu verbüßen hat, wenn diese gleichzeitig mit der Maßregel verhängt und nicht zur Bewährung ausgesetzt wird. 

Besondere Umstände im Sinne des § 63 StGB sind z.B. eine bereits laufende Unterbringung nach den Landesgesetzen, die Möglichkeit der Betreuung und Unterbringung in einem Heim sowie einer Einrichtung für betreutes Wohnen. Wenn das im Hauptverhandlungstermin darauf hinauslaufen soll, müssen im Vorfeld Vorbereitungen durch den Rechtsanwalt für Strafrecht getroffen werden. Er muss sich um eine Betreuungseinrichtung kümmern bzw. diese anregen, diese muss schon angeordnet sein. Zudem ist es wichtig, dass in der Hauptverhandlung der aktuelle Stand erfasst wird. Wenn der Angeklagte z.B. gem. § 126 a StPO untergebracht ist, das Gutachten zu §§ 20, 21, 63 StGB bereits Monate alt ist, ist es dringend erforderlich, bei der Therapieeinrichtung einen aktuellen Bericht anzufordern. 

Empfehlung des Anwalts für Strafrecht: § 64 StGB- Unterbringung in einer Erziehungsanstalt

Wenn die Voraussetzungen des § 64 StGB vorliegen, gibt es kein Ermessen. Die Unterbringung muss angeordnet werden. § 64 StGB setzt voraus, dass die hinreichende konkrete Aussicht eines Behandlungserfolges besteht. Vollzug und Anordnung der Maßregel müssen an die hinreichende konkrete Aussicht geknüpft sein, den Süchtigen zu heilen oder über einen wesentlichen Zeitraum von einem Rückfall in die akute Sucht zu bewahren. 

Empfehlung des Anwalts für Strafrecht: Verneinen der Voraussetzungen des § 64 StGB

Die fehlende Therapiebereitschaft steht der Anwendung des § 64 StGB nicht grundsätzlich entgegen. Wenn nämlich die Aussicht besteht, die Therapiebereitschaft während der Therapie zu wecken, steht der Anordnung nach § 64 StGB nichts im Weg. Will der Angeklagte jedoch unbedingt die Anordnung nach § 64 StGB ablehnen, kann er dem Gutachter erklären, dass er auch nach einer gewissen Anpassungszeit in der Therapie für die Notwendigkeit der Behandlung nicht motiviert sein wird. Dann kann die Gesamtwürdigung der Täterpersönlichkeit mit dem Motivationsmangel zur Verneinung des § 64 StGB führen.

Empfehlung des Anwalts für Strafrecht: § 66 StGB -Unterbringung in der Sicherungsverwahrung 

§ 66a StGB ermöglicht es der Justiz, Sicherungsverwahrung auch nachträglich anzuordnen, wenn diese im Urteilstenor des Erkenntnisverfahrens bereits vorbehalten ist und sich die Gefährlichkeit des Straftäters während des Vollzugs herausstellt. 

§ 66 b StGB ermöglicht die Anordnung nachträglicher Sicherungsverwahrung, wenn sich die besondere Gefährlichkeit des Täters erst während des Vollzugs herausstellt. 

§ 66c StGB regelt die Ausgestaltung der Unterbringung in der Sicherungsverwahrung und des weitergehenden Strafvollzugs. 

gegen Jugendliche ist die Verhängung von Sicherungsverwahrung unzulässig, jedoch gegen Heranwachsende ist gem. § 106 Abs. 3 JGG eine vorbehaltene Sicherungsverwahrung möglich. 

Zur Feststellung der Voraussetzungen des § 66 StGB ist ein Sachverständiger hinzuzuziehen (§ 246 a StGB). 

Empfehlung Ihres Anwalts für Strafrecht zu Mord uns Totschlag

Die Probleme liegen insbesondere beim Vorsatz sowie bei der Schuld. Bei § 212 StGB reicht bedingter Vorsatz aus. Die Probleme liegen hier insbesondere in der Abgrenzung zwischen Körperverletzung und versuchtem Totschlag einerseits und dem vollendeten Totschlag und Körperverletzung mit Todesfolge gem. 3 227 StGB andererseits.

Vor gewaltsamen Übergriffen sind leider auch die besten Familien nicht ausgenommen. Gewalt kann überall vorkommen, auch in der eigenen Familie und jede Frau sollte sich helfen und sich vor weiterer Gewalt schützen.

Wie kann ich es erreichen, dass das Strafverfahren gegen ihn eingestellt wird?

Manchmal ist es so, dass die Frauen nach einem gewaltsamen Übergriff keine andere Möglichkeit haben, als in der Wohnung oder im Haus des Ehemannes zu verweilen. Dann ist es vielen ein Anliegen, das Strafverfahren aus der Welt zu räumen solange man unter einem Dach wohnt. Manchmal soll das Strafverfahen auch im Hinblick auf gemeinsame Kinder nicht fortgeführt werden und es ist nur eine familienrechtliche Klärung angestrebt im Wege einer Gefährderansprache sowie einer Trennung/Scheidung. Für diese Fälle soll der folgende Beitrag eine juristische Aufklärung sein.

Kann man ein einmal gegen den Partner/die Partnerin eingeleitetes Strafverfahren beenden?  Es kommt darauf an, ob die Parteien miteinander verheiratet, verlobt oder anders liiert sind und ob es weitere Zeugen für den Vorfall gab. Kurzum gesagt: Ja, es gibt Mittel und Wege, ein einmal eingeleitetes Strafverfahren folgenlos aus der Welt zu schaffen. In jedem Fall sollten Sie aber einen Anwalt damit beauftragen, Akteneinsicht zu nehmen und Sie ausführlich und gründlich in ihrem Einzelfall zu beraten. Die folgende Erläuterung ersetzt keine Beratung, sondern soll ihnen einen ersten juristischen Einblick in die Thematik verschaffen.  

Für den Fall, dass sie mit dem Gewalttäter verheiratet oder verlobt sind, steht ihnen ein sog. Zeugnisverweigerungsrecht zu. Das bedeutet, dass sie gegenüber der Polizei und der Staatsanwaltschaft keine Angaben machen müssen. Sollten Sie bereits Angaben gemacht haben, so dürfen diese Angaben in einem etwaigen Gerichtsprozess nicht gegen ihren Mann oder Verlobten verwertet werden, wenn sie sich auf das Zeugnisverweigerungsrecht berufen. Gibt es weitere Zeugen für den Tathergang, so müssen diese vor Gericht wahrheitsgemäße Angaben machen, wenn sie mit dem Täter weder verwandt noch verschwägert sind. Auf das Zeugnisverweigerungsrecht können sich nämlich salopp gesagt nur Angehörige berufen. 

Auch wenn es andere Zeugen gibt, die den Tathergang vor Gericht schildern müssten, so bedeutet es nicht, dass ihr Partner auch vor Gericht landet. Denn der Strafverteidiger kann frühzeitig Akteneinsicht nehmen und mit der Staatsanwaltschaft Kontakt aufnehmen. Nicht selten wird zur Wiederherstellung des Familienfriedens die Straftat eingestellt. Ihr Strafverteidiger wird für sie darauf hinwirken, wenn sie ihn damit beauftragen. 

Sind Sie mit dem gewalttätigen Menschen weder verheiratet noch verlobt, haben Sie kein Zeugnisverweigerungsrecht. Vor Gericht müssten sie Angaben machen. Sollten sie sich zwischenzeitlich miteinander verloben, so haben auch sie ein Zeugnisverweigerungsrecht.

Beachten Sie bitte, dass Sie sich Hilfe in Frauenhäusern holen können und kein Mensch sich dauerhafter Gewalt aussetzen soollte. Die Rücknahme der Strafanzeige sollten sie daher gründlich besprechen und das für- und wider in ihrer persönlichen Lebenssituation gegeneinander abwägen.

Strafrecht Taher